/ Lied der Woche

Seit dieser Stunde (4/7)

Ein Lied und seine Bedeutung.

Der Download dieser Sendung ist noch 11 Tage verfügbar.

Jo Jasper ist nicht schuld an der revolutionären Botschaft des Gleichnisses von den Arbeitern im Weinberg aus dem Matthäusevangelium Kapitel 20. Er hat es so vorgefunden; Jesus hat das Gleichnis erzählt und damit klar gemacht: In der neuen Welt Gottes werden die Verhältnisse auf den Kopf gestellt. Gelten neue, andere Maßstäbe. Und das stellt unsere gängigen Vorstellungen mitunter in Frage.

Gleicher Lohn für alle, unabhängig vom Einsatz und von der Leistungsbereitschaft, ungeachtet der Fähigkeiten oder auch der Handicaps jedes und jeder einzelnen - ist das nicht ungerecht? Wo kommen wir da hin? Es wäre sicher etwas verwegen, von derartigen Maßnahmen das Paradies auf Erden zu erwarten. Vermutlich wären selbst die Gewerkschaften misstrauisch und skeptisch bei solchen Forderungen. Denn deren Mantra lautet ja: Leistung muss sich lohnen. Und das würde vermutlich jede und jeder unterschreiben. Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg richtet das Schlaglicht aber auf Menschen, die bis dahin gar nicht erst beweisen konnten, wozu sie imstande sind. Die im Grunde keine Ansprüche stellen können und das ja auch gar nicht tun. Nur: Bedürfnisse und Sehnsüchte haben sie wie alle anderen auch. Und bei Jesus ist die Moral von der Geschichte: Zumindest bei Gott kommt keiner und keine zu kurz. 

Markus Baum
Markus BaumProgrammreferent




Ihr Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.

Das könnte Sie auch interessieren