/ Lied der Woche

Venimus adorare eum (6/7)

Ein Lied und seine Bedeutung.

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„Venimus adorare eum“ – Gregor Linßen hat sein Mottolied für den Weltjugendtag 2005 in zwei Versionen produziert – in einer deutschsprachigen und in einer internationalen Fassung. Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Deutsch. Auf seiner Internetseite findet sich das Lied zum Herunterladen auch in Dänisch, Polnisch, Arabisch und sogar in gleich zwei chinesischen Hauptdialekten – Mandarin und Kantonesisch. Was immer gleich bleibt, ist der eine Satz der Weisen aus dem Morgenland: „Wir sind gekommen, ihn anzubeten“ – in einer der Weltsprachen der Antike: Latein. Irgendwie passt das.

Die weitgereisten Sterndeuter werden kaum Aramäisch gesprochen haben. Über Jahrhunderte war das Akkadische die Verkehrssprache im Vorderen Orient gewesen. Die Heere Alexanders des Großen haben das Koine-Griechisch über die halbe Welt verbreitet. Und als Jesus geboren wurde, war das Lateinische dabei, dem Griechischen Konkurrenz zu machen. Und so hatten die Weisen nicht nur Gold, Weihrauch und Myrrhe im Gepäck, sondern vermutlich auch ein paar Brocken Griechisch oder Latein im Kopf, um sich verständlich zu machen. 

Für die Anbetung des neugeborenen Königs wird dann wohl jede und jeder die jeweils eigene Muttersprache gewählt haben. Mehrsprachig und vielstimmig, wie in Gregor Linßens Lied. 



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