/ Lied der Woche

Wie soll ich dich empfangen (6/7)

Ein Lied der Sehnsucht und Erwartung

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Sieben Weihnachtslieder hat Paul Gerhardt geschrieben, aber „nur“ zwei Adventslieder. Das Lied „Wie soll ich dich empfangen“ bedeutet vielen Menschen etwas, sie singen es gerne, sie freuen sich an den Bildern und ungewöhnlichen Ausdrücken wie etwa „das geliebte Lieben“, sie fühlen sich dem „hochbetrübten Heer“ zugehörig und sind getröstet beim Zuspruch „Er kommt, er kommt.“

Der Dichter Jochen Klepper zum Beispiel schrieb zum 1. Advent 1940 in sein Tagebuch, „Wie soll ich dich empfangen“ sei ein Lied, das jetzt täglich sein Herz bewege. Und ein Jahr später bezeichnete er es als von Jahr zu Jahr unerschöpflich. An anderer Stelle wird bezeugt, dieses Lied zeige das leid- und angstgeprüfte Dasein, und dennoch sei alles voll Trost und Freude.

Johann Sebastian hat die erste Strophe in die erste Kantate seines Weihnachts-Oratoriums aufgenommen – und zwar mit der Melodie, die heute eher mit dem Passionslied vertraut ist „O Haupt voll Blut und Wunden“. Damit bekommen die vertrauten Worte noch mal einen ganz neuen Ton … horchen Sie selbst:  



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