/ Lied der Woche

Wie soll ich dich empfangen (5/7)

Ein Lied der Sehnsucht und Erwartung

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„Wie soll ich dich empfangen“ – heute am Heiligen Abend wollen wir einen Blick auf die vierte Strophe werfen „Ich lag in schweren Banden.“

In dieser Strophe wird die Situation des Menschen dem Heils-Handeln Gottes gegenübergestellt. Der Dichter spricht es als persönliche Erfahrung aus, aber er meint die existentielle Not aller Menschen ohne Gott, wenn er sagt: „Ich lag in schweren Banden, ich stand in Spott und Schanden.“

„Du kommst“ – heißt es im Liedtext; dass Jesus kommt, ist Gottes Antwort auf die Nöte der Menschen. Die schwer Gebundenen macht er los, die Verachteten macht er groß … und hebt sie hoch zu Ehren. Diesen genau betrachtet revolutionären Gedanken hebt der Dichter durch zwei Kunstgriffe hervor: Einmal geht die Melodie bei dieser Textzeile tatsächlich in die Höhe. Und zum anderen führt er diesen Gedanken auffällig über die Melodiezäsur hinweg.

„Ich stand in Spott und Schanden, du kommst und machst mich groß und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir großes Gut“.

Was geschieht da? Mit Jesus und seinem Kommen sind die Maßstäbe in dieser Welt neu justiert worden.



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