/ Lied der Woche

Ich bin durch die Welt gegangen (4/7)

Ein Lied vom Suchen und Finden des Lebensglücks

Der Download dieser Sendung ist noch 12 Tage verfügbar.

In den Weihnachtstagen des Jahres 1857 traf im Schloss des Fürsten Reuß auf Gut Jänkendorf eine Todesnachricht ein. Eleonores liebe Freundin, die vielgelesene Schriftstellerin Marie Nathusius, war ganz plötzlich im Alter von 40 Jahren gestorben. Die Nachricht von ihrem Tod erschütterte Eleonore sehr. Der Tod der Freundin war für sie Anlass, diese Verse zu schreiben: 

„Das Jahr geht still zu Ende, nun sei auch still, mein Herz. In Gottes treue Hände leg ich nun Freud und Schmerz und was dies Jahr umschlossen, was Gott der Herr nur weiß, die Tränen, die geflossen, die Wunden brennend heiß.“ Das bringt sie zur Frage: „Warum es so viel Leiden, so kurzes Glück nur gibt? Warum denn immer scheiden, wo wir so sehr geliebt?“ Die Antwort darauf ist diese: „Dass nicht vergessen werde, was man so gern vergisst: dass diese arme Erde nicht unsre Heimat ist.“ Und wenn man es doch aus dem Blick verliert, dann darf man bitten: „Wird uns durch Grabeshügel der klare Blick verbaut, Herr, gib der Seele Flügel, dass sie hinüberschaut.“



Ihr Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.

Das könnte Sie auch interessieren