/ Lied der Woche

Ehe denn die Berge wurden (4/7)

Ein Lied und seine Bedeutung.

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Das Lied „Ehe denn die Berge wurden“ verweist auf den, der schon immer da war, und der auch dann noch sein wird, wenn alles Irdische vergangen ist: auf Gott. Nicht auf irgendeinen Gott, sondern auf den Gott, mit dem Mose einst Bekanntschaft machte. Mose wird in dem Lied zwar nicht erwähnt, aber der Refrain des Liedes beginnt mit einem Zitat aus Psalm 90, der von Mose verfasst wurde. Und auch der Rest des Liedes entspricht der Thematik von Psalm 90.

Das Verhältnis zwischen Gott und Mose war etwas ganz Besonderes. Es wurde mit der Zeit so eng und vertraut, dass Mose im Alten und Neuen Testament als „Freund Gottes“ (2. Mose 33,11; Jakobus 2,23) bezeichnet wird. Interessant, dass in Psalm 90 wie auch im „Lied der Woche“ trotzdem der große Unterschied zwischen Gott und Mensch betont wird:  Gott war schon da „ehe denn die Berge wurden“. Er ist Gott „von Ewigkeit zu Ewigkeit“. Das menschliche Leben dagegen, das nur kurze Zeit besteht, ist „wie ein Hauch“.

Ist das ein Grund zu verzweifeln? Nein. Denn, so heißt es am Schluss des Liedes: „Das Ende hier ist längst noch nicht die Endstation.“

Kai-Uwe Woytschak





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