/ Lied der Woche

Das sollen alle wissen (5/7)

Ein Lied und seine Bedeutung.

Zweimal heißt es im Lied der Woche: „Der Weg“ (gemeint ist der Weg zu Gott) „ist frei.“ Man könnte auch sagen: „Der Weg zu Gott steht nun jedem offen.“ Das war nicht immer so. Im alten Israel gingen die Leute nach Jerusalem in den Tempel, um Gott anzubeten und ihn zu ehren. Im Tempel gab es neben den Vorhöfen, der Vorhalle und dem Hauptraum auch noch einen kleineren Raum, das Allerheiligste. Dort hinein, zu der Bundeslade mit dem prachtvollen Gnadenthron obendrauf, durfte nur der Hohepriester. Und das auch nur einmal im Jahr, am sogenannten Versöhnungstag. Das war sozusagen der Begegnungsort zwischen Mensch und Gott. Doch als Jesus am Kreuz starb, so berichten es die Evangelien, zerriss der Vorhang zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten „in zwei Stücke von oben an bis unten aus“ (Mt 27,51). Damit machte Gott deutlich: „Der Weg zu mir ist nun frei. Tretet herzu! Ich will euch gnädig sein.“



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