/ Lied der Woche

Kehr ein bei mir (3/7)

Ein Lied und seine Bedeutung.

„Kehr ein bei mir“ - Ein Gebet, eine Bitte an Gott. Ich denke mir, dass die Familie Eichholz-Doll ein schönes Zuhause hat. Im Lied heißt es: Bunt, voll, laut – voller Leben, und gerne noch viele Gäste, die sich wohlfühlen. Einfach schön. So klingt es im Lied. Aber – da fehlt noch etwas. Thea Eichholz fragt: „Mein Haus ist groß, wie kann’s da sein, du" – damit spricht sie Gott an – "du stehst draußen, trittst nicht ein?

Ja, wie kann das sein? Nein, das soll nicht so sein. Darum also die Bitte: „Kehr ein bei mir.“ Dazu sind mir zwei Gedanken gekommen. Zum einen habe ich an den Spruch gedacht, der manchmal über Haus- oder Wohnungstüren zu lesen ist: „Tritt ein, bring Glück herein.“ Nun ja, die Einladung ist nett, aber auch ein bisschen anspruchsvoll. In der Regel bin ich ja gutwillig, wenn ich selbst irgendwo hineintrete, aber für das Glück meines Gastgebers möchte ich dann doch nicht verantwortlich sein.

Und der zweite Gedanke: Wie ist das eigentlich mit dem Verhältnis von Gast und Gastgeber? Ist letztlich nicht Gott selbst der Gastgeber, der erste Bewohner meines Lebenshauses – weil er es ja selbst geschaffen hat?

Ute Zintarra
Ute ZintarraRedakteurin




Ihr Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.

Das könnte Sie auch interessieren