/ Lied der Woche

Fröhlich soll mein Herze springen (1/7)

Ein Lied und seine Bedeutung.

Fröhlich soll mein Herze springen“, gesungen von Louisa Natterer. Das bekannte Weihnachtslied ist in dieser Form zu finden auf der CD mit dem Titel „Anbetung zu Weihnachten“ von Gerth Medien. Es gibt ja ganz unterschiedliche Ohrwürmer in diesen Tagen! Ich entdecke da immer wieder zwei verschiedene Kategorien: Das, was man auf Weihnachtsmärkten präsentiert bekommt. Da ist von Rentieren, Tannenbäumen und winterlichen Naturereignissen die Rede, vornehmlich. In diesen Liedern geht es eher lustig zu.

Und dann das andere Repertoire, das für die Gottesdienste reserviert zu sein scheint. Da ist von Freude die Rede, von Besinnung, von Christus. Paul Gerhardt hat vor circa 365 Jahren den Text dieses Liedes geschrieben. Johann Crüger, Kantor zu Berlin an St. Nikolai, hat die Melodie dazu ausgedacht. Sie waren Kollegen und freundschaftlich verbunden. Und beide verband, dass sie nicht gerade viel zu lachen hatten, damals. Der dreißigjährige Krieg war gerade ein paar Jahre vorüber. Die Landschaften waren noch lange danach geprägt von den Spuren der Zerstörung. Der lutherische Pfarrer Paul Gerhardt war Mitte vierzig, er bekam in dieser Zeit seine erste Pfarrstelle. Ob er da schon Grund sah, zu jubeln und zu frohlocken? Nein, gerade durch das Lied erfahren wir, was einen damals wie heute wirklich froh machen kann:

Das Kommen von Jesus Christus, mitten hinein in eine unsichere, gefährdete, selbstzerstörerische Welt. Das ist eine sichere Basis. Auf dieser Spur geht es am Text des Liedes weiter in den kommenden Tagen.



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