/ Lied der Woche

O Heiland reiß die Himmel auf (6/7)

Ein Lied und seine Bedeutung.

In der dunklen Jahreszeit wird am meisten herbeigesehnt, wovon Sarah Kaiser im Lied „O Heiland reiß die Himmel auf" singt: Die Sonne! Augenblicklich scheint sie in mein Arbeitszimmer, und ich genieße ihren Schein, auch wenn ich ab und zu die Augen etwas zukneifen muss. Aber ich weiß auch, dass der Sonnenschein nichts Selbstverständliches sein muss.

So ist es wohl auch mit der Hilfe Gottes, um die es im Lied geht. Gott will gebeten werden. Und das gilt gerade für die Momente im Leben, wo es schwierig wird mit der Hoffnung. Im Lied wird die Natur zum Sinnbild des Ungewöhnlichen, das mit der Hilfe Gottes verbunden ist. "O Erd, schlag aus, schlag aus, o Erd" – mitten im Dezember! Mich erinnert das ein wenig an weitere Advents- und Weihnachtslieder. Es ist ein messianisches Motiv enthalten, à la „Es ist ein Ros entsprungen“, wo von einer blühenden Rose mitten im Winter die Rede ist.

So ungewöhnlich kommt Gott! Dass die Jahreszeiten quasi verdreht werden. Denn keiner hat damit einst gerechnet, dass der „Trost Israels“ als Baby zur Welt kommen würde. Aber so ist Gott, immer für eine Überraschung gut.



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