/ Lied der Woche

Mit Ernst, o Menschenkinder (3/7)

Ein Lied und seine Bedeutung.

Mit Ernst, o Menschenkinder, das Herz in euch bestellt“. - Valentin Thilo, von dem der Liedtext stammt, war in Königsberg Professor der Beredsamkeit, ein Mann guter, wohlklingender und gesetzter Worte. Wie sein Liedtext zur Melodie gekommen ist, ist mir nicht bekannt. Ich nehme aber an, dass – als das Lied 1642 erstmals in den sogenannten Preußischen Festliedern erschien – Text und Melodie sich schon so gefunden hatten, wie wir es heute kennen.

Die Melodie ist vom Lied her vertraut  „Von Gott will ich nicht lassen“. Mir jedenfalls geht’s so, dass dieser Text von Ludwig Helmbold immer im Hintergrund mitklingt, wenn ich „Mit Ernst, o Menschenkinder“ singe oder höre.  Und da gibt es – finde ich – durchaus einiges, was diese beiden Lieder und Liederdichter verbindet. Denn beide, Valentin Thilo wie auch Ludwig Helmbold, haben die Pest erlebt, das hundert-, ja tausendfache Sterben und die damit verbundenen Ängste und Nöte. Und beide haben in diesen Nöten an Gott festgehalten und gesagt: „Erst recht! Wir lassen nicht von Gott, wir bleiben im Vertrauen zu ihm. Wir freuen uns, ihm dermaleinst zu begegnen. Und wir wollen uns in diesem Leben darauf vorbereiten.“ - Das ist eine ernste und zugleich fröhliche Sache.



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