/ Lied der Woche

Ich hoffe auf dich (6/7)

Ein Lied und seine Bedeutung.

Ich hoffe auf dich, ein Lied von Jörg Streng, hier in einer Aufnahme des ERF Studiochores mit der Solistin Carola Laux.

Es passt in die Zeit, die Jahreszeit, wo die Tage kürzer und kälter werden. Und in die Weltzeit, wo alles immer unübersichtlicher zu werden scheint. Der Herbst ist eine Zeit des Übergangs. Nicht mehr Sommer, noch nicht Winter. Und trotz der materiellen Ressourcen, die mir zur Verfügung stehen, hoffe ich im Stillen: Komme ich auch gut über den Winter? Ich denke voraus und lasse mich bestimmen von Dingen, die noch gar nicht eingetreten sind. Das was morgen sein wird, wirft irgendwie seine Schatten voraus. Und manches raubt mir vielleicht den Mut für heute. Was kann dagegen helfen?

Das Lied wendet den Blick von aller menschlichen Mutlosigkeit hin zu Gottes Treue. Ein Bild aus dem Alltag hilft mir beim Verstehen, wo ich Gott finden kann. Wenn ich bei tief stehender Sonne mich umblicke und habe die Sonne im Rücken, dann verdunkelt mir mein eigener Schatten das Blickfeld. Ich muss mich umdrehen, mich anders hinstellen, um klar zu sehen. Die Sonne hat gar keine Chance, mein Umfeld zu erhellen, wenn ich sie im Rücken habe. So ähnlich ist es auch mit Gottes Licht in meinem Leben. Ich brauche ihn nicht im Rücken. Anstrahlen soll mich sein Licht. Dann werden auch finstere Gedanken wieder hell.



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