/ Lied der Woche

Wurzeln und Flügel (2/7)

Ein Lied und seine Bedeutung.

„Wurzeln und Flügel“: Im Kehrvers hört man von „Flügeln, die kein Ikarus verliert.“ Um das zu verstehen, machen wir jetzt eine kleine Zeitreise in die griechische Mythologie.

Ikarus und sein Vater Dädalus wurden als Strafe – der Grund tut hier nichts zur Sache - von König Minos gefangen gehalten: im Labyrinth des Ungeheuers Minotauros auf Kreta. Daraus wollten sie fliehen, aber da Minos die Seefahrt und das Land kontrollierte, war eine Flucht nur durch die Luft möglich. Dafür erfand Dädalus für sich und seinen Sohn Flügel. Mit Wachs befestigte er Federn an einem Gestänge. Allerdings hatte diese Konstruktion eine Schwachstelle: das Wachs konnte schmelzen – entweder durch die Hitze der Sonne oder die Feuchte des Meeres. Darum – so schärfte Dädalus seinem Sohn ein - solle er nicht zu hoch und nicht zu tief fliegen. Ansonsten drohe der Absturz. Tatsächlich ging auch zuerst alles gut, aber dann  wurde Ikarus übermütig und stieg so hoch hinauf, dass die Sonne das Wachs seiner Flügel schmolz. Die Federn lösten sich und er stürzte ins Meer.

So kann das also mit dem Fliegen sein … hoch hinaus und tief hinunter. Martin Pepper singt: „Nur bei dir, Gott, wachsen Flügel, die kein Ikarus verliert, weil sie in mir tiefverwurzelt sind." 



Ihr Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.

Das könnte Sie auch interessieren