/ Lied der Woche

Wenn keiner (2/7)

Ein Lied und seine Bedeutung.

„Wenn keiner“ – ein Lied von Jonathan Leistner. Der Mann kommt aus Sachsen, ist Mitte Dreißig, lebt und arbeitetet ungefähr da, wo er auch aufgewachsen ist – im Zschopautal südlich von Chemnitz. Jonathan Leistner ist Religionspädagoge und Musiker, und er ist Familienvater. Als das dritte Kind unterwegs war, so hat er es mir erzählt, da hat er sich Gedanken gemacht, was er als Vater dem kleinen Erdenbürger mitgeben will. Außer seinen Genen. Und so ist dieses Lied entstanden. Ein Lied wie ein Versprechen. Eine Selbstverpflichtung: Das alles will ich für dich sein, für dich tun. In dem Bewusstsein, dass die Rollen irgendwann auch einmal wechseln: Denn das heute noch hilflose kleine Wesen wird hoffentlich heranwachsen zu einem selbständigen, lebenstüchtigen Menschen – und irgendwann kann der Punkt kommen, da brauchen Eltern die Solidarität oder auch die praktische Unterstützung ihrer Kinder. Darauf spielt die letzte Strophe des Liedes an. – Ursprünglich war das Lied also ganz diesseitig, ganz menschlich gedacht. Aber da gibt’s noch eine andere Dimension. Das ist dem Liedermacher natürlich nicht entgangen. 



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