/ Das Gespräch

Veganismus als Ersatzreligion?

Kai Funkschmidt zur Frage, ob Veganismus die Welt retten kann.

„Hauptsache, es schmeckt“ – das reicht vielen Menschen schon lange nicht mehr. Die Devise heute lautet eher „mit richtigem Essen die Welt und das Selbst verbessern“. Vegetarismus bzw. Veganismus liegen dabei ganz besonders im Trend.

Ging es früher beim Essen eher um ausgewogene und gesunde Ernährung, sind heute viel größere Anliegen von Bedeutung. Dabei stehen Heilsversprechen im Raum wie "Veganismus macht Sie gesund, glücklich und zufrieden. Diese Idee rettet die Welt, sie beseitigt den Hunger und verschafft Frieden". Das verspricht z.B. Jan Bredack einer der Protagonisten der Veganer-Szene in seiner Autobiografie.

Traditionell werden Regeln für das, was wir essen aus religiösen Heilshoffnungen begründet. Im Veganismus der Gegenwart werden jetzt die Ernährungsregeln selbst zum Heilsversprechen. Doch macht Veganismus uns nicht unsterblich und rettet nicht die Welt.

Das sagt Dr. Kai Funkschmidt. Er ist Theologe und Indologe und arbeitet seit 1994 zu den Themen Entwicklungshilfe, Ökumene, Mission und Religionswissenschaft. Außerdem ist er seit 2011 Wissenschaftlicher Referent bei der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin. Im Gespräch mit Katja Völkl zeigt er die Parallelen des Veganismus zu religiösen Gemeinschaften auf und erörtert Studien zur ökologischen Nachhaltigkeit des vegan-vegetarischen Lebensstils.


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