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Mit gegenseitigem Respekt

Warum Briten in Deutschland den Brexit unterschiedlich sehen – auch als Christen.

Der anglikanische Pastor Martin Reakers-Williams ist für den Brexit
Der anglikanische Pastor Martin Reakers-Williams ist für den Brexit (Foto: ERF Medien)

„Behandelt einander mit Respekt, das ist der erste Schritt zu einem besseren gegenseitigen Verständnis“, das hat die Queen in ihrer Weihnachtsansprache ihren Landsleuten angesichts der heftigen Debatten um den Brexit für 2019 mit auf den Weg gegeben. Regina König und Oliver Jeske stellen in dieser Sendung zwei Briten vor, die beide in Deutschland als Christen und Pastoren leben, aber zum Brexit eine völlig unterschiedliche Meinung haben.

 

Der anglikanische Pastor Martin Reakers-Williams ist für den Brexit (Foto: ERF Medien)
Der anglikanische Pastor Martin Reakers-Williams ist gegen den Brexit (Foto: ERF Medien)

Während der anglikanische Pastor Martin Reakes-Williams aus Leipzig dafür plädiert, den Brexit so schnell wie möglich zu vollziehen, weil er in der EU vor allem ein Instrument der Bevormundung sieht, sieht sein Kollege, der Deutsch-Brite William Barnard-Jones aus Hamburg , im Brexit einen großen Nachteil für die Briten und für Europa und fürchtet, dass der Brexit vor allem zu Lasten der Armen gehen wird.
 

Doppelte Verantwortung der Kirchen

Übrigens: Auch die anglikanische Kirche ist in der Brexitfrage gespalten. Laut eines Beitrags des mdr sind die meisten Bischöfe und Pfarrer für den Verbleib in der EU, während viele Gemeindeglieder die EU verlassen wollen. Der Bischof der anglikanischen Kirche, Jonathan Gibbs, sieht daher für seine Kirche laut mdr eine zweifache Verantwortung:

„Es gibt eine Rolle der Kirchen für Versöhnung von Leuten mit verschiedenen Perspektiven zwischen Verbleib und Brexit. Und die zweite wichtige Rolle für uns ist die Hoffnung. Wir haben eine Hoffnung in Jesus Christus. Es gibt für uns immer die Möglichkeit, neue Wege zu finden.“


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