Aufgeweckt

mit Ulrike Schild

Gebet

Im Morgengrauen,
wenn die Gedanken noch voller Nacht sind,
lass mich vor dir sein, mein Gott.
Ich bin ein Wanderer zwischen Angst und Vertrauen.
Doch heute möchte ich ein neues Lied anstimmen,
ein Lied der Dankbarkeit.

Denn ich spüre auch in dieser schweren Zeit
viel Dankbarkeit in mir.
Wie ein unerwarteter Gast hat sie von mir Besitz ergriffen,
sich eingenistet in meinem Innersten.

Ich spüre den Zuwachs an Lebenskraft
durch die Dankbarkeit:
für die kleinen Dinge,
für die behutsamen Zeichen deiner Zuneigung.

Ich muss das Dunkle nicht hell sprechen:
Es ist da.
Die Freude formt sich in mir,
breitet sich aus.
Dankbarkeit und Freude geben sich die Hand.

Ein Fest will ich dir feiern,
denn du, Gott, sorgst für mich,
umgibst mich von allen Seiten.
Wie ein Siegel soll dein Tun
seine Spuren hinterlassen in meiner Seele,
dass ich nie mehr vergesse,
was du in mir bewirken kannst.

(Ulrike Schild)

 

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