/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Wo wohnt eigentlich Gott?

Dariush Ghobad über Sacharja 2,9

Wir wohnen nun schon im vierten Jahr in Wetzlar und allmählich hat es sich in unserer Nachbarschaft herum gesprochen, wo ich arbeite und dass ich auf Glaubensfragen vielleicht nicht immer fundierte aber zu mindestens unterhaltsame Antworten habe. So kam es, dass mich vor einiger Zeit ein Kind aus der Nachbarschaft fragte: „Wo wohnt eigentlich Gott?“

Da war ich ein wenig verdutzt und sofort war mir klar, mit dem üblichen „im Himmel“ wäre das Kind wohl nicht zufrieden gewesen. Daher war ich froh, als ich im Buch des biblischen Propheten Sacharja folgenden Satz las: „Der Herr sagt: ›Ich selbst werde für die Stadt eine Mauer aus Feuer sein und ich will in meiner strahlenden Herrlichkeit darin wohnen.‹“ Zukunftsmusik für die Stadt Jerusalem. Ein Versprechen, das Gott seinem Volk Israel macht.

Jetzt wäre die Antwort, Gott wohnt im Feuer, etwas zu profan gewesen und hätte sicherlich das Kind für die nächsten Grillabende etwas beunruhigt. Vielmehr leitete ich daraus ab, dass Gott unter uns weilt. Uns sogar, bildlich gesprochen, wie eine Mauer aus Feuer vor allem Unheil schützt. Für uns das Licht in der Dunkelheit ist.

Das ist ein wohltuender und in dieser kalten Jahreszeit ein wärmender Gedanke. Gott ist unter uns, er umgibt und schützt uns. Gott wacht über uns und behütet uns vor allem Ungemach. Wir dürfen seine Nähe, seine Liebe und seine Wärme spüren. Darauf vertrauen und anderen davon berichten. So wie ich es dem staunenden Nachbarskind vor ein paar Wochen kundtat.


Kommentare

Von Martin F. am .

Zukunftsmusik für das neue Jerusalem, wie es in der Offenbarung beschrieben wird, aber bestimmt auch Gegenwartsmusik für sein Volk Israel, dass diesen Schutz in dieser unruhigen Zeit im Nahen Osten benötigt.

Von Hans-Heinrich K. am .

Hallo, Herr Ghobad,
herzlichen Glückwunsch, dass Sie so schnell die Antwort auf die Frage des Kindes gefunden haben.
Ich selbst hätte wohl viel länger gebraucht, um gerade in Sacharja die Lösung zu finden. So schlecht scheint es also um Ihre Bibelkenntnisse nicht zu stehen.
Voller Hochachtung
Hans-Heinrich Kelb


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