/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Wie man weise wird

Tobias Schier über Jakobus 1, 5.

Was ist Weisheit? Weise ist, wer feste Werte hat und diese auch nicht für einen Vorteil verrät, sondern an ihnen festhält. Weise ist, wer Herausforderungen aus einer ungewöhnlichen Sichtweise betrachten kann. Weise ist, wer sich nicht von Schicksalsschlägen unterkriegen lässt. Stattdessen geht er gestärkt aus ihnen hervor. So  oder so ähnlich würde man heute wohl einen weisen Menschen beschreiben.

Jeder Mensch, der an Jesus Christus glaubt, sollte diese Eigenschaften haben. Dieser Meinung ist zumindest der Briefautor Jakobus im Neuen Testament. Aber wie soll das funktionieren? Jakobus schreibt in seinem Brief an die Christen in der Zerstreuung folgenden Satz: „Wenn es jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern und ohne Vorwurf gibt; so wird sie ihm gegeben werden.“ Die Christen damals waren in der Bedrängnis und Versuchung, nicht anders geht es mir doch heute. Natürlich sieht die Bedrängnis anders auch und auch die Versuchungen. Aber die Tatsache, dass Gott die Weisheit für mich hat, die ich brauche, hat sich nicht geändert. Wenn ich also zum Beispiel vor einer schwierigen Entscheidung stehe, dann kann und will Gott mir helfen.

Ich möchte treu zu ihm stehen können, egal, was das für mich bedeutet. Gott kann mir den Willen dazu geben! Ich möchte Herausforderungen auf ungewöhnliche Weise begegnen. Gott kann mir diesen neuen Blick geben! Ich möchte mich nicht von Schicksalsschlägen unterkriegen lassen. Gott will mich stärker durch sie machen! Jakobus zeigt mir hier, was Gott in mir und mit mir schaffen kann. Weise sein, heißt lebensklug sein. Oft genug bin ich das nicht in meinem Alter. Gott ist es aber schon! Wegen seiner Alters? Vielleicht… Weil er der Schöpfer allen Lebens ist? Ganz sicher!


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