/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Stadionfeeling

Stadionfeeling

„Du wirst niemals untergehen, weil wir in guten wie in schlechten Zeiten zueinander stehen“, „Denn hier zwischen Rhein und Ruhr, gibt es den einen nur“, „Hier gibt’s Wunder am Fließband“… das und noch viel mehr hören Sie, wenn Sie in Deutschlands Fußballstadien stehen. Fangesänge, Hymnen, die den eignen Verein feiern, loben und hochhalten.

Ansonsten sieht es ziemlich Mau aus mit den Lobeshymnen in der deutschen Musikwelt. Schade eigentlich, denn es gibt jemanden, den könnte ich tagtäglich loben: Gott. So wie Hanna. Diese Frau lag Gott Jahr für Jahr in den Ohren, weil sie sich ein Kind wünschte. Dann endlich ist es soweit: Gott erhört ihr Flehen. Hanna wird schwanger, gebiert einen Sohn, den sie Samuel nennt. Das heißt so viel wie „vom Herrn erbeten“. Sie vergisst nicht, wem sie dieses Geschenk zu verdanken hat und stimmt auch gleich eine Hymne auf ihn an. Einen Lobgesang, der es in sich hat. Dabei geht es nicht nur um das geschenkte Kind. Ganz schnell landet sie bei der Macht und Stärke Gottes, bei seiner Gerechtigkeit und seinem Wohlwollen. Ganz einfach bei dem, wie Gott ist. Ihr Mund ist voll des Lobes.

„Der Bogen der Starken ist zerbrochen, und die Schwachen sind umgürtet mit Stärke.“ – so lobt sie. Ob das nun heißt, dass Bayern München zukünftig absteigt und der VfB Aßlar in der 1. Bundeliga spielen wird, weiß ich nicht aber, was ich weiß: Hanna hat Gott als jemanden erlebt, der das Leid des Einzelnen, des Schwachen sieht – und wegnimmt. Für Hanna ein Grund zu loben. Sie haben auch einen Grund? Fangen Sie an zu loben – nicht nur im Stadion.


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