/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Gnade - nicht Religion

Hans Wagner über Röm. 8,32.

Bibelvers

Gott hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?

Römer 8,32

Es ist morgens, kurz nach halb sieben und ich stehe am Mikrofon: Aufgeweckt-Zeit. Gerade lief ein Beitrag über eine Mahnwache gegen die Abschiebung von Christen in den Iran, die Abschiebung von Menschen, die sich von ihrer Religion losgesagt haben und sich zum christlichen Glauben bekennen - sogenannte Konvertiten, für die in ihrem Heimatland jetzt Lebensgefahr besteht. Mit Blick auf die Frage, ob man diesen Bekenntnissen immer so glauben kann, hieß es in einem Statement zu dieser Mahnwache: "Ich wünsche mir, dass sich die BAMF und andere zuständige Mitarbeiter mal mit der Frage beschäftigen, was es eigentlich für einen Menschen bedeutet, wenn er sich von seiner Religion abwendet und sich für ein Leben als Christ entscheidet." Was für ein Gedanke - den fand ich sehr passend.
Und dann lese ich den Bibelvers, der für den heutigen Samstag ausgewählt wurde, als sogenannter Lehrtext. Im 8. Kapitel des Römerbriefes steht: "Gott hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle in den Tod gegeben. Wenn er uns aber den Sohn geschenkt hat, wird er uns dann noch igendetwas vorenthalten?" Statt einer Religion das Geschenk des Lebens, des ewigen Lebens, mit allem was dazu gehört - aus Gnade, durch Jesus Christus. Um diese Botschaft geht es, die das Herz der Menschen erreichen will - nicht nur Menschen aus dem Iran, auch Menschen in unseren Behörden und Verwaltungen.


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