/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Nichts als Leid

Horst Kretschi über 2. Samuel 2,26.

Bibelvers

Abner rief Joab zu: Soll denn das Schwert ohne Ende fressen? Weißt du nicht, dass daraus am Ende nur Jammer kommen wird?

2. Samuel 2,26

Leider hat in den letzten Jahren die Zahl der Kriege weltweit zugenommen. Interessanterweise handelt es sich vor allem um Bürgerkriege. Also Kriege, bei denen die Konfliktparteien aus demselben Land stammen. Solche Bruderkriege wurden schon im Alten Testament der Bibel beschrieben. So geht es im 2. Buch Samuel um den Konflikt zwischen Israel und Juda.

Nach dem Tod des Königs Saul ist das Land gespalten. König David regiert anfangs nur Juda. Isch-Boschet, ein Sohn Sauls, ist zum König über die anderen Stämme ausgerufen worden. Davids Feldherr Joab und Isch-Boschets Feldherr Abner führen den Kampf an. Das Herr Israels ist Davids Truppen unterlegen. Abner muss das Feld räumen, aber vorher ruft er seinem Gegenpart Joab zu: "Wie lange soll das Schwert noch morden? Denkst du nicht daran, dass dieser Krieg nur Leid und Hass mit sich bringt?" (2. Samuel 2,26)

Das hat der Feldherr gut erkannt. Kriege, zumal Bürgerkriege, stürzen auf allen Seiten Menschen in Leid, Not und Elend. Es ist zu wünschen, dass auch Feldherren und Machthaber heute sich diese Worte zu Herzen nehmen. Und jeder Mensch sollte dafür beten, dass sie das tun.

Ich bin Gott dankbar dafür, dass ich noch keinen Krieg persönlich erleben musste und denke mit Schrecken an die Erzählungen meiner Eltern und Großeltern von ihren Kriegserlebnissen. Gerade als Christ will ich alles dafür tun, damit meiner Generation und den folgenden Generationen so etwas erspart bleibt.


Kommentare

Von Tomas am .

Nicht nur sinnloses Leid, Zerstörung und Unrecht bringen Kriege. Hinter dem Deckmantel der Lügen, mit denen die jeweils eine Seite ihre Sache beschönigt und für gerecht erklärt, bleiben für Jahrzehnte Gräben und Mauern zwischen den Menschen zurück, die den wirtschaftlichen Aufschwung behindern und junge Menschen dazu veranlassen, auszuwandern und ihr Heimatland zu verlassen, für dessen jedes Fleckchen Land erbittert gekämpft wurde und Menschen starben. Beispiele gibt es genug: Ost-Ukraine, mehr


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