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Ulrike Schild über Matthäus 20,28

Bibelvers

Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele.

Matthäus 20,28

Mancher redet fromm und lebt unfromm, mancher redet von Liebe und meint damit vorrangig die Liebe zu sich selbst. Mancher redet vielleicht sogar vom Dienen, drückt sich aber, wenn Arbeit anliegt. Die Tendenz von uns Menschen ist klar: Was wir mit dem Mund sagen, muss nicht durch unsere Taten abgedeckt sein. Das ist heute so, das war auch um Jesus herum so. Damals vor 2000 Jahren. Manche wollten groß das Wort führen, Priester und Pharisäer zum Beispiel. Daher kommt vielleicht der Ausdruck 'falsche Pharisäer', weil ihr Reden und Handeln oft nicht zusammen passte. Die Jünger von Jesus streiten sich darum, wer der Größte sei und Jesus, der Chef im Ring, macht ihnen etwas ganz anderes vor: Er dient seinen Jüngern, wäscht ihnen die Füße, dass es ihnen schon fast peinlich ist. Ein König, der nicht auftrumpft. Ein Herr, der sich nicht bedienen lässt. Gottes Sohn dient den Menschen. Beugt sich unter sie, macht sich klein, trumpft nicht auf, will nicht deckeln, sondern lieben. Das ist mal ein Beispiel. Das ist wahre Größe. Das ist das, was zählt. Die Liebe kommt nicht von oben herab. Die Frau, die jahrelang die demenzkranke Mutter pflegt. Die Krankenschwester, die ohne Murren Überstunden schiebt, der kranke Mann, der treu für andere betet. Menschen, die die ungeliebten Arbeiten in der Gemeinde tun, Toiletten putzen, Staub wischen. Andere, die sich ehrenamtlich fürs Gemeinwohl einsetzen, sei‘s in der Suppenküche oder im Altenheim. Das sind die wahren Helden.

Im Dienen liegt eine ungeheure Kraft. Wer dazu den Mut hat, dem glaubt man auch eher, wenn er von der Liebe Gottes spricht. Jesus hat es uns vorgemacht. 


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