/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Mit Freimut Gesicht zeigen

Andreas Odrich über Apostelgeschichte 4,13.

Bibelvers

Sie sahen aber den Freimut des Petrus und Johannes und wunderten sich; denn sie merkten, dass sie ungelehrte und einfache Leute waren, und wussten auch von ihnen, dass sie mit Jesus gewesen waren.

Apostelgeschichte 4,13

Freimut - was für ein faszinierendes Wort. Leider wird es kaum noch gebraucht. Das sollte sich ändern. Denn Freimut - dieses Wort hat Kraft und beschreibt gleich zwei gute und großartige Eigenschaften: frei sein und mutig.

Petrus und Johannes haben diese Freiheit und diesen Mut. Selbst Bedrohung und Gefahr perlen von ihnen ab. Sie sind als Missionare unterwegs und wollen die Menschen überzeugen von der Liebe Gottes und ihnen von Jesus Christus erzählen, die Menschen einladen, genauso auf diesen Jesus zu vertrauen, wie sie. 

Das erweckt den Unmut der staatlichen und religiösen Aufsichtsbehörden. Petrus und Johannes müssen damit rechnen, drangsaliert und verhaftet zu werden. Doch sie bleiben standhaft und erzählen weiter von ihrem Glauben. Die Apostelgeschichte berichtet über die erstaunte Reaktion der Umstehenden: "Sie sahen aber den Freimut des Petrus und Johannes und wunderten sich."

Haben Petrus und Johannes diesen Freimut allein aus sich heraus entwickelt? Ich denke, nein. Sie ruhen in Gott. Ihre Basis ist der Glaube. Deshalb können sie so souverän und unabhängig reagieren.  Bemerkenswert: dieses Verhalten färbt auf die anderen ab und lässt sie überwältigt zurück. Petrus und Johannes dürfen weiterziehen. Sie haben als Boten Gottes Gesicht gezeigt und ernten damit Respekt. 

Ich möchte niemanden vorschreiben, wie er in einer so prekären Situation zu reagieren hat. Und dennoch möche ich mich von diesem Bericht mitreißen lassen, und selbst auch in schwierigen Situationen gerne in diesem Sinne mit Freimut reagieren und Gesicht zeigen.



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