/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Kinder machen lebendig

Joachim Bär über Jesaja 9,5.

Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter.

Jesaja 9,5

Als unser erstes Kind geboren wurde, fühlten meine Frau und ich beides: Wir waren überreich beschenkt, gleichzeitig waren wir auf ganz neue Weise herausgefordert.

Beschenkt waren wir, weil wir mit der Geburt unserer Tochter ein kostbares Leben im wahrsten Sinn in Händen hielten. Ein einzigartiges, kleines Mädchen gehörte nun zu uns. Und bereicherte vom ersten Moment an unser Leben.

Herausgefordert waren wir durch die alltäglichen Lasten frisch gebackener Eltern: Wir schliefen zu wenig und sorgten uns zu viel. Wir ruhten zu wenig aus und trugen viel neue Verantwortung auf einmal.

Nicht anders ist es bei einem besonderen Kind, auf das der Prophet Jesaja vor 2.700 Jahren hingewiesen hat: „Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben“, heißt es im 9. Kapitel des Buches Jesaja. Eine Aussage, die im Neuen Testament auf die Geburt von Jesus als Baby hin gedeutet wird.

Auch Jesus ist ein Geschenk. Mit dem Kind Jesus hat Gott sich selbst geschenkt. Er hat sich verletzlich gemacht, nahbar. Später als Erwachsener hat Jesus verdeutlicht, wie gut, liebevoll und zugewandt Gott ist.

Jesus fordert aber auch heraus. Jesaja hat seinerzeit vorausschauend von ihm geschrieben: „Die Herrschaft ruht auf seiner Schulter.“ Und als Jesus dann tatsächlich da ist, behauptet er selbstbewusst von sich: „Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ Ganz schön herausfordernd.

Ich spüre: Jesus beschenkt mein Leben ungemein. Und er fordert mich immer wieder heraus. Das macht den christlichen Glauben so lebendig für mich. Wie ist das bei Ihnen?



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