/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Habenichtse und Alleskönner

Markus Baum über 2. Korinther 6,4.10.

Bibelvers

Paulus schreibt: In allem erweisen wir uns als Diener Gottes: in großer Geduld, in Bedrängnissen, in Nöten, in Ängsten; als die Traurigen, aber allezeit fröhlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; als die nichts haben und doch alles haben.

2. Korinther 6,4.10

Karfreitag und Ostern stellen alles auf den Kopf. Markieren tatsächlich einen Wendepunkt in der Weltgeschichte. 

Die Gefolgsleute des Wanderpredigers Jesus aus Nazareth haben das erst mit zeitlicher Verzögerung begriffen; es hat eine Weile gedauert, bis der Groschen gefallen ist. Aber dann haben sie umso konsequenter die Lehren ihres Herrn und Meisters versucht umzusetzen. Das hat Eindruck gemacht auf die Menschen in ihrer Umgebung – manche haben sich freilich auch daran gestört. Haben die neue Bewegung bekämpft, ihren Anhängern Schwierigkeiten gemacht. Und das ging so nicht nur in Jerusalem und Palästina, wo die Bewegung ihren Anfang nahm. Das hat sich in anderen Regionen und Winkeln des römischen Weltreiches so fortgesetzt: Wer Jesus Christus konsequent nachfolgt, kann etwas erleben. Erfreuliches und Befremdliches. Rückenwind, Seitenwind, Gegenwind. Applaus und Widerstand.  

Etwas mehr als zwei Jahrzehnte nach der Kreuzigung und der Auferstehung Jesu hat es der Apostel Paulus in einem Brief an die Christen in Korinth auf die Formel gebracht:  „In allem empfehlen wir uns als Gottes Mitarbeiter: Wir bleiben standhaft in Bedrängnissen, in Not und Schwierigkeiten. In allen Traurigkeiten bleiben wir fröhlich. Wir sind arm und beschenken doch viele reich. Wir haben nichts und besitzen doch alles.“

Das war vor knapp 2.000 Jahren so, und das ist heute immer noch so. Wer Christ wird, sollte darauf gefasst sein: Christen sind immer beides zugleich. Habenichtse und Alleskönner. Es bleibt ihnen nichts erspart, aber es ist ihnen auch Großes verheißen. 


Kommentare

Von Walter H. am .

Danke für Ihren guten Beitrag

Von Gerhard am .

Danke für obige Andacht!!
Ich durfte sie heute morgen als erstes lesen.
Wie gut tuend


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