/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Gut und gerecht

Wolf-Dieter Kretschmer über Psalm 25,8

Bibelvers

Der HERR ist gut und gerecht; darum weist er Sündern den Weg.

Psalm 25,8

Im Liederbuch des Alten Testaments ist ein Gebet überliefert, in dem sich König David an den Gott Israels wendet. Ich meine Psalm 25. David bittet Gott darum, ihn nicht zu verlassen, sondern ihm den Weg zu zeigen, den er gehen soll. Dann vergegenwärtigt David sich der Güte und Barmherzigkeit Gottes und kommt zu dem Schluss, ich zitiere:

„Der HERR ist gut und gerecht; darum weist er Sündern den Weg“, Psalm 25,8.

Wenn David von Sündern spricht, dann redet er nicht von irgendwelchen gottlosen Menschen. Nein, er weiß genau, dass auch er der Vergebung und des Neuanfangs bedarf und so zählt er sich dazu. – Das wird paar Verse später deutlich: David erwähnt seine eigene Schuld. Er zählt sich zu denen, die den Weg von Gott gewiesen bekommen.

Aber was heißt es, wenn David davon spricht, dass „der Herr gut und gerecht ist“?

Schließen sich gut und gerecht nicht gegenseitig aus? Gerecht und streng würde doch viel besser zusammenpassen. Aber nein. David nennt Gott einen guten Gott. In Verbindung mit seiner Gerechtigkeit wird Gottes Güte eine »gute Gerechtigkeit«.

Im Neuen Testament kann ich an Jesus Christus sehen, wie Gottes »gute Gerechtigkeit« aussieht und wie sie mir – einem Sünder – den Weg weist, den ich einschlagen kann.


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