/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Grund zum Feiern

Markus Baum über Esra 6,22.

Der HERR hatte sie fröhlich gemacht.

Esra 6,22

Wir schreiben den 14. Nisan des Jahres 515 vor Christus, das wäre im gregorianischen Kalender vermutlich Mitte April. Passt also. Der ganze östliche Mittelmeerraum ist damals icht etwa von den Römern besetzt, sondern von den Persern. Auch das kleine Land Israel oder was davon übrig ist, nachdem erst die Assyrer, dann die Babylonier das Land geplündert und die Bevölkerung verschleppt haben.

Mittlerweile haben die persischen Großkönige der jüdischen Bevölkerung die Rückkehr in ihre Heimat erlaubt. Auch ihre zentrale Kultstätte, den Tempel in Jerusalem, durften sie wieder errichten – auf den Trümmern des alten. Drei Jahre hat der Bau gedauert, jetzt ist er fertig.

Die Tempelweihe hat zehn Tage vorher stattgefunden, aber nun gibt es gerade noch einmal eine Woche Party. Denn das Passahfest steht an – in Erinnerung an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten viele hundert Jahre vorher. Und die Heimgekehrten haben ja auch einiges nachzuholen, hatten lange keinen Grund zum Feiern. Im Buch Esra in der Hebräischen Bibel ist festgehalten, wer oder was die Menschen in Festlaune gebracht hat: „Gott selbst hat ihnen diese Freude geschenkt," heißt es dort (Esra 6,22).   

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht: Man könnte neidisch werden. Wieder gemeinsam Gottesdienst feiern können – an einem würdigen, dafür liebevoll hergerichteten Ort. Wieder zusammenkommen ohne Kontaktbeschränkung, ohne AHA-Regeln, ohne Gefahr für Leib und Leben. Den Glauben und das Leben feiern und Gott dafür die Ehre geben, mit Lachen und mit Gesang. Die Freude dazu gibt's von Gott persönlich. Das  gönne ich allen, und das wünsche ich auch Ihnen.  



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