/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Gott nah sein

Joachim Bär über Markus 12,32-34.

Bibelvers

Der Schriftgelehrte sprach zu Jesus: Ja, Meister, du hast recht geredet! Er ist einer, und ist kein anderer außer ihm; und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und mit aller Kraft, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer. Da Jesus sah, dass er verständig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und niemand wagte mehr, ihn zu fragen.

Markus 12,32-34

Wie kann ich glauben, wie kann ich Gott nah sein? Für manche bedeutet Glauben vor allem, bestimmte Dinge zu tun: getauft sein, Gebete sprechen, Weihnachten feiern oder die Bibel auf eine bestimmte Weise lesen.

Vieles davon ist hilfreich für einen aktiv gelebten Glauben. Trotzdem kann ich vieles davon richtig machen – und doch fehlt das Entscheidende. Denn ohne eine wirkliche Verbindung zum Schöpfer bleibt das alles hohl und leer.

So wäre es auch bei meiner 11-jährigen Tochter. Ich könnte ihr alles Mögliche schenken, ihr Zimmer in ihrer Traumfarbe streichen und eine tolle Party zu ihrem Geburtstag organisieren. Alles richtig gemacht. Das nützt aber wenig, wenn sie nicht auch spürt, dass sich sie wirklich annehme, dass ich mich ganz investiere, dass ich die Verbindung zu ihr suche.

Ganz ähnlich beim Glauben: Ich kann getauft sein, die richtigen Gottesdienste besuchen und sogar beten. Solange ich aber Gott nicht von Herzen suche, verfehle ich den eigentlichen Punkt.

Und dieser Punkt heißt: Ihn lieben. Von ganzem Herzen. Ebenso meine Mitmenschen. Und mich selbst. Wenn mir das mit Gottes Hilfe gelingt, passiert etwas Besonderes. Das, was Jesus Christus in diesem Zusammenhang einmal so formuliert hat: „Du bist nicht fern vom Reich Gottes.“ (Matthäus 12,34)

So also kann es aussehen, zu glauben – und Gott nah zu sein.



Ihr Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.

Das könnte Sie auch interessieren