/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Für eine gute Streitkultur

Horst Kretschi über 3. Mose 19,17.

Bibelvers

Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen, sondern du sollst deinen Nächsten zurechtweisen, damit du nicht seinetwegen Schuld auf dich lädst.

3. Mose 19,17

Manchmal gärt es in mir. Wut steigt in mir auf, weil ich mich über das Verhalten eines anderen Menschen ärgere. Kann diese Person nicht erkennen wie falsch ihr Verhalten ist? Fleißig sammle ich Argumente, warum dieser Menschen nun wirklich verachtenswert ist. Meiner Wut mache ich Luft. Nun aber nicht gegenüber dem Menschen, der mich so verärgert, sondern gegenüber anderen Personen, die diesen Menschen auch kennen. Sei es auf der Arbeit, im Sportverein oder der Kirchengemeinde; das Schema ist immer gleich und auch immer gleich falsch. Anstatt miteinander zu reden und Dinge zu klären, wird der emotionale Gärprozess in Gang gesetzt.

Dabei hat Gott sehr klare Vorstellungen davon, wie Menschen in so einer Situation miteinander umgehen sollen. Die Anweisungen dafür hat er schon vor tausenden Jahren dem Volk Israel mit auf den Weg gegeben. Im dritten Buch Mose steht: "Hege keinen Hass gegenüber deinem Mitmenschen! Wenn du etwas gegen jemanden hast, dann weise ihn offen zurecht, sonst lädst du Schuld auf dich." (3. Mose 19,17)

Gottes Wort gegen Hass und Hetze. Wenn ich Probleme mit dem habe, was ein Mensch macht, dann soll ich es ihm gegenüber offen ansprechen, damit er sein Fehlverhalten korrigieren kann und ich mich nicht schuldig mache. Was das für ein falsches Verhalten sein könnte, das lassen die anderen Verse in diesem Kapitel der Bibel erahnen. Unter anderem steht dor: "Liebe deinen Nächsten." Wer also Ärger, Wut und Hass in sich verspürt, der sollte sich fragen, was Gott wohl in diesem Moment denkt?! Das könnte so manche Situation verändern und zu einer neuen Streitkultur führen.


Kommentare

Von Manfred H. am .

Leider bin ich nicht immer so wie ich sein sollte, wenn ich Meinungsunstimmigkeiten mit meiner Frau habe brauche ich manchmal Zeit um mich zu entschuldigen.
Es tut mir Leid wenn ich so reagiere aber ich will mich ändern. Vielen Dank für diese Streitkultur. Daran will ich mich jetzt halten.

Von Ilse W. am .

Ich bin auch für eine neue Streitkultur.

Von Ursula C. am .

Vielen Dank für die hilfreiche Auslegung. Gerade bin ich
in solch einer Situation. Allerdings habe ich die Proble-matik der Person gegenüber offen geäußert. Danach hatte ich allerdings ein schlechtes Gewissen. Dieses kann ich jetzt getrost ablegen. Behüt Euch Gott

Von Annemarie am .

Lieber Herr Horst Kretschi, vielen Dank für Ihre wahre und gute Auslegung. Ich habe gerade noch mal die Bibelstelle gelesen. Das erinnert mich daran, das ich heute Vormittag bevor ich Ihren Bericht gelesen habe und mich entschuldigt habe, wo ich Kroll bzw. Bitterkeit in mir war und Gott mir das heute während dem Gottesdienst gezeigt hatte. Und ich war froh, dass ich das persönlich bei den betreffenden Personen aussprechen durfte und um Vergabung bat. Mir ist sofort vergeben worden. Und das mehr


Ihr Kommentar

Die E-Mail wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.