/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Danke sagen – für alles

Stefan Loß über Epheser 5,20

Bibelvers

Sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.

Epheser 5,20

„Danke für diesen guten Morgen, danke, für jeden neuen Tag.“ So beginnt ein Lied, das viele Menschen schon aus dem Kindergarten oder aus dem Religionsunterricht kennen. Da werden alle möglichen Dinge aufgezählt, für die man tatsächlich dankbar sein kann: Für gute Freunde, für die Arbeitsstelle, für jedes gute Wort und so weiter. Aber dann werden auch Dinge aufgezählt, wo man sich schon fragen kann, ob man dafür dankbar sein kann: „Danke für manche Traurigkeiten, danke für jedes gute Wort. Danke, dass deine Hand mich leiten will an jedem Ort.“

Haben Sie Gott schon einmal Danke dafür gesagt, wenn sie gerade traurig waren? Klingt seltsam, aber genau das ist Gottes Idee in Sachen „Dankbarkeit“: Ich soll nicht nur für die schönen und guten Dinge in meinem Leben dankbar sein, sondern für alles.

Im Brief an die Epheser, Kapitel 5, Vers 20 gibt der Apostel Paulus die Anweisung: „Dankt Gott, dem Vater, immer und für alles im Namen von Jesus Christus, unserem Herrn.“ Und dieses „für alles“ schließt auch wirklich alles mit ein. Auch, wenn das nicht immer leicht fällt. Was passiert denn, wenn ich Gott auch für die schweren Dinge in meinem Leben danke? Für den Vorgesetzten, der mir Mühe macht, für die Schmerzen im Knie oder für den Kratzer im Auto? An der Situation selbst ändert das nichts. Aber meine Blickrichtung verändert sich durch das Danken. Statt auf meine Wut, meinen Ärger oder meinen Schmerz schaue ich auf Gott. Gott „Danke“ sagen in schweren Situationen, das bedeutet: Ich nehme ihn in mein Leben und lasse mir von ihm Frieden schenken. Um es mit der letzten Strophe des „Danke“-Liedes zu sagen: Herr, ich will dir danken, dass ich danken kann.

 


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