/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Barmherzigkeit pur!

Steffen Brack zu 2. Korinther 1,3-4.

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis.

2. Korinther 1,3–4

Das Ergebnis ist schockierend. Seit Jahrzehnten findet auf Deutschlands Straßen immer wieder der gleiche Test statt: Ein Verkehrsunfall wird täuschend echt in Szene gesetzt. Und Schauspieler übernehmen die Rolle schwer verletzter Unfallopfer. Die Szenerie ist eindeutig: hier wird Hilfe gebraucht – und zwar ganz dringend. Aber ein Fahrzeug nach dem anderen fährt einfach weiter. Und nur die allerwenigsten halten an.

Vielleicht ist es diese Erfahrung, die ich dann auch auf Gott übertrage. Warum sollte er anders handeln als die meisten von uns – mich eingeschlossen? Einer, der mit Gott ganz andere Erfahrungen gemacht hat, ist Paulus, der leidenschaftliche Gemeindegründer aus dem ersten Jahrhundert.

Er schreibt dazu im 2. Korintherbrief: „Gott ist ein Vater, dessen Erbarmen unerschöpflich ist, und ein Gott, der uns nie verzweifeln lässt. Auch wenn wir viel durchstehen müssen, macht er uns immer wieder Mut.“ Paulus und seine Begleiter mussten viel Schlimmes durchstehen. Man hat sie ins Gefängnis gesteckt, geprügelt und gefoltert. Sie überstehen Mordanschläge und erleben Todesangst. Sie werden verraten, leiden unter Kälte, Hunger und Durst (2. Korinther 11,23-27).

Doch so furchtbar das alles ist, Paulus erfährt immer wieder: Gott erbarmt sich über uns. Er lässt uns nicht alleine in der Not. Und er macht uns immer wieder Mut. Wir können dem lebendigen Gott vertrauen. Auch in der allergrößten Not. Das will ich tun. Mich dem barmherzigen Gott anvertrauen. Und dazu lädt er Sie auch ein.



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