/ Anstoß - Gedanken zum Tag

„Aus dir wird doch nie etwas.“

Stefan Loß über Lukas 1,30

Bibelvers

Der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Du hast Gnade bei Gott gefunden.

Lukas 1,30

„Aus dir wird doch nie etwas.“ – Sätze wie dieser können jungen Menschen den Mut nehmen, ihr Leben anzupacken. Das sind Worte, die in einem Menschenleben lange nachhallen können. Aber wer hat das Recht, solche Sätze zu sagen: „Aus dir wird nichts.“? Die Bibel ist voll mit Geschichten von Menschen, die diesen Satz wirklich verdient hätten: Mose zum Beispiel. Er war ein Mörder. David hat die Ehe gebrochen und Menschen umbringen lassen. Petrus hat Jesus verraten. Und was ist aus diesen Versagern geworden? Mose legte sich mit einem Pharao an und führte das Volk Israel aus der Gefangenschaft. David wurde König. Petrus wurde einer der zwölf Apostel. Nicht nur das. Er war der Mann, dem Jesus seine Kirche anvertraute. Was für Lebensgeschichten. Aus Versagern wurden Helden.

Das Neue Testament berichtet von einer jungen Frau, die unverheiratet war und plötzlich schwanger wurde. Maria war keine starke Heldin. Sie war ein einfaches Mädchen, das Träume hatte. Plötzlich ist sie die Auserwählte Gottes, die Jesus zur Welt bringen sollte. Den Sohn Gottes. Was für eine Herausforderung. Hatte sie das verdient? Hatte sie sich besonders hervorgetan? Die Bibel berichtet nichts davon. Im Gegenteil: Maria hatte Angst vor dem, was kommen würde. Deshalb schickte Gott einen Engel zu ihr mit der Botschaft: „Fürchte dich nicht, Maria! Du hast Gnade bei Gott gefunden.“ So ist das bei Gott. So schreibt er seine Heldengeschichten. Mit Menschen wie uns. Mit Menschen, die bereit sind, aus ihrer eigenen Komfort-Zone herauszutreten und sich auf seine Pläne einzulassen.

 


Kommentare

Von Andreas K. am .

Als ich die Überschrift gelesen habe, ist mir ein kalter Schauer über den Rücken gegangen. Das ist wahrlich ein Satz, der leider viel zu oft ausgesprochen wird und der weh tut. Ich kann das aus eigener Erfahrung sagen. Frohe Weihnachten.

Von Martina H. am .

Dafür ist Jesus auf die Welt gekommen. Damit der, der in Welt etwas gilt, vor Gott nichts ist. Und der in der Welt nichts gilt vor Gott bestehen bleibt.


Ihr Kommentar

Die E-Mail wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.