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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Die Jagdsaison ist eröffnet

Anstoß von Ulrike Schild über

Lass ab vom Bösen und tue Gutes; suche Frieden und jage ihm nach!

Psalm 34,15

Wonach sehnen sich die Menschen am meisten? Bei einer Umfrage kam dabei heraus: Frieden. Kleines Wort, große Wirkung. In der Bibel steht die Empfehlung: „Suche Frieden und jage ihm nach.“ Klingt gut. Und ist doch so schwer umzusetzen. An beiden Verben , suchen und nachjagen , wird klar: Frieden ist kein Zustand, der, einmal erreicht, für immer da ist. Frieden steht nicht zur freien Verfügung, wie die Ware im Supermarkt. Frieden geschieht, auch durch mein aktives Handeln. Er leuchtet auf und geht wieder verloren, wenn er nicht ergriffen wird. Frieden ist also ein lebendiger Prozess, der unser engagiertes und zielgerichtetes Handeln braucht. Dem Frieden nachjagen, da könnte man sagen: die Jagdseson ist eröffnet.

Wie das konkret geht, sagt der Beter des 34. Psalms. Ich lese mal die Verse im Zusammenhang. „Behüte deine Zunge vor Bösem und deine Lippen, dass sie nicht Trug reden. Lass ab vom Bösen und tue Gutes; suche Frieden und jage ihm nach!“ Nach Frieden trachten und jagen beginnt mit dem, was ich sage. Oh ja, das kennen wir aus jedem Streit in der Familie oder am Arbeitsplatz, bei Freunden und Bekannten. Ein falsches Wort – Friede ade. Unüberlegtes Reden kann wie eine Tretmine sein. Ich habe auch schon durch schnelles, unüberlegtes Reden so manchen Unfrieden gebracht. Der Psalmschreiber wirbt um unsere guten Worte; um Worte, auf die sich andere verlassen können, um Worte, die wahrhaftig sind; um Worte, die bewusst Frieden suchen und alles zum Besten kehren. Das ist herausfordernd. Aber nicht unmöglich. Weil der Friedensgeber selbst mir den Frieden ins Herz geben kann, wenn ich ihn darum bitten.

Sie sagen vielleicht: Vom Frieden sind wir weit entfernt. Ja…leider. Und doch kann ich heute in meinem Umfeld anfangen…friedvolle, freundliche Worte zu sprechen. Das wär ein Anfang. 

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Kommentare

Rainer /

Super, Frau Schild, genau das ist richtig. Friedvolle, freundliche Worte sprechen. Das ist ein Anfang. Weiter geht es z.B. so: "Darum tröstet euch untereinander und einer erbaue den andern, wie ihr auch tut." (1. Thess. 5,11 LUT).
Auch beim Trösten werden gute Worte gesagt, voll Freundlichkeit des Herrn. Genauso wie bei der Erbauung. Erbauung geht auch nur mit freundlichen, liebevollen und motivierenden Worten.
An unserer Freundlichkeit erkennt die Welt die Freundlichkeit und Liebe Gottes. Und wir sind Sein Werbebanner hier auf Erden.

Hildegard W. /

Liebe Frau Schild
danke vielmal für das wertvolle Wort. Herzliche Grüsse