/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Wundermemory

Steffen Brack über Psalm 111,4.

Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige HERR.

Psalm 111,4

Unsere jüngste Tochter wollte mit Oma spielen. Memory. Das Spiel mit den verdeckten Karten. Wo jeder sich gut merken soll, wo welche Karte liegt. Weil unsere Tochter erst fünf Jahre alt war, meinte Omi: Na, dann lasse ich es mal langsam angehen. Aber die liebe Omi hatte ohnehin keine Chance. Denn das Kurzzeitgedächtnis von Kindern ist oft extrem gut.

Das Wort „Memory“ kommt vom lateinischen „memoria“: Und das bedeutet: „das Erinnerungsvermögen, das Gedächtnis“. In der Bibel heißt es in einer Liedstrophe: „Gott hat dafür gesorgt, dass seine Wunder in Erinnerung bleiben. Der Gott Israels ist gnädig und barmherzig.“ So heißt es in Psalm 111. Hier geht es auch um eine Art von Memory. Darum, dass Gottes große Taten im Gedächtnis bleiben. Ein Wunder-Memory.

Immer wieder hat Gott Wunder vollbracht. Er hat sein Volk Israel aus der Gefangenschaft in Ägypten befreit. Aus den Händen des tyrannischen Pharaos. Dessen übermächtige Armee – 600 Streitwagen, die Panzer der antiken Welt – hat Gott in den Fluten des Meeres versenkt. In dem gleichen Meer, das er zuvor für sein Volk geteilt hat. Damit sie hinüberziehen konnten. In den folgenden 40 Jahren hat Gott sein Volk zuverlässig versorgt. Mit Essen und Trinken und allem, was seine Leute gebraucht haben. Und schließlich hat er ihnen das Land Kanaan anvertraut.

Warum tut Gott das alles? Psalm 111 gibt eine Antwort: er „ist gnädig und barmherzig.“ Weil Gott Menschen liebt und ihnen helfen will. Gott tut Wunder. Und er will mir helfen. Deshalb vertraue ich ihm auch heute. Und das können Sie auch.



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