/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Wenn Nachbars Kinder die Schaukel stehlen wollen

Oliver Jeske über 2. Mose 32,11-12.

Mose wollte den HERRN, seinen Gott, besänftigen und sprach: Ach, HERR, kehre dich ab von deinem glühenden Zorn und lass dich des Unheils gereuen, das du über dein Volk bringen willst.

2. Mose 32,11-12

Es war im Sommerhaus im Urlaub: Die Nachbarskinder montierten gerade unsere Schaukel ab. Ich bin ein anständiger Tourist, der das Eigentum seines Vermieters schützt. Also steckte ich den Kopf aus der Terrassentür und ließ ein Donnerwetter los.

Am nächsten Tag klopfte es an der Tür. Zwei Kinder standen bedröppelt da und entschuldigten sich. Neben ihnen ihr resoluter Vater.

Mir taten die Kinder leid. Und wahrscheinlich ging es Gott irgendwie ähnlich vor 3 ½ Jahrtausenden. Da baut sein Volk Israel richtig Bockmist. Statt seinem Gott zu vertrauen, gießt es sich ein Götzenbild - das goldene Kalb. Gott kann diese einseitige Zerstörung der Beziehung zu ihm nicht einfach dulden.  Doch da gibt es noch Mose, den Führer des Volkes. Er hat mit alledem nichts zu tun gehabt. Und dann heißt es:

Mose wollte den Herrn, seinen Gott, besänftigen und sprach: „Ach Herr, warum willst du deinen Zorn über dein Volk ausschütten? … Lass ab von deinem Zorn, lass dir das Unheil Leid tun, das du über dein Volk bringen willst!.“

Und tatsächlich: Gott lässt sich umstimmen. Aber dazu braucht es Mose, diesen Vermittler zwischen sich und seinem Volk.

Genauso wie mir das Herz weich wurde, als die zwei Kinder von ihrem Vater angetrieben vor mir standen. Genauso lässt sich Gott gerne erweichen. Endgültig bewiesen hat er das durch seinen Sohn Jesus Christus. Der setzt sich bis heute bei Gott ein für die, die auf Gnade hoffen und angewiesen sind. Weil es Jesus gibt, kann aus dieser Hoffnung Gewissheit werden.



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