/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Eigentumsfrage

Ellen Hörder-Knop über 1. Korinther 3,22-23.

Endlich Frühling! Zeit, mein Fahrrad hervorzuholen. Nicht ein Fahrrad – mein Fahrrad. Es gehört mir. Mit einem Zahlencode ist es auf meinen Namen registriert. Über mein Eigentum verfüge ich. An meinem Eigentum freue ich mich.

Die Eigentumsfrage ist spannend. Besonders dann, wenn es nicht um einen Gegenstand, sondern um Personen geht. Wem gehöre ich? Natürlich mir selbst! Oder doch nicht? Sind es Menschen, die mich vereinnahmen? Abhängigkeiten, die mich binden? Trends und Meinungen, die mich gefangen nehmen?

„Ihr gehört Christus!“, höre ich den Apostel Paulus sagen. Zitiert aus seinem 1. Korintherbrief. Adressiert an eine griechische Gemeinde vor knapp 2000 Jahren. Die Eigentumsfrage scheint geklärt.  

Klingt das nicht nach Vereinnahmung? Das Gegenteil ist der Fall. Durch Jesus Christus sagt Gott zu mir: Du bist gewollt! Ich habe dich ins Leben gerufen. Du gehörst mir! Das ist ein Zu-Spruch Gottes: Du kannst aus der großzügigen Fülle meiner Schöpfung schöpfen!

„Alles ist euer!“, sagt Paulus dazu. Macht euch nicht von anderen Menschen abhängig. Vertraut dem, was Gott für euch bereithält. „Alles“ – Gegenwart und Zukunft – „gehört euch“, wenn die Eigentumsfrage geklärt ist. Wenn ihr zu Christus gehört.

Daraus ergibt sich die Folgefrage an Sie und an mich: Wem gehöre ich? Wem gehören Sie? 



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