/ Anstoß - Gedanken zum Tag

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Wolf-Dieter Kretschmer über Römer 12,13.

Ich muss heute an ein älteres Ehepaar denken, das eine besondere Gabe hatte. Die beiden waren im besten Sinne des Wortes gastfreundlich. Wer bei ihnen auftauchte, wurde herzlich aufgenommen. Man verließ nie das Haus, ohne reichlich gestärkt zu sein.

Ich habe mich bei diesen Leuten immer sehr wohl gefühlt, auch wenn beide deutlich älter als ich waren. Die Natürlichkeit, mit der sie ihr Leben und ihren Glauben mit anderen geteilt haben, hat mich beeindruckt.

Im Grunde genommen haben die beiden nur das befolgt, was der Apostel Paulus den Christen in Rom empfiehlt, wenn er sagt:

„Übt Gastfreundschaft“, Römer 12,13.

Hintergrund dieser Empfehlung ist, wie das Leben in der christlichen Gemeinde sein soll. Wertschätzung des Nächsten, Engagement für den Glauben, fröhliche Hoffnung, beharrliches Gebet, Segen für jene, die einem zusetzen … und Gastfreundschaft. Man könnte auch sagen, dass unter Nachfolgern Jesu eine Art Gegenkultur entstehen soll, die sich nicht an dem orientiert, was „man so tut“. Ja, ich bin aufgefordert, in meinem Umfeld sehr bewusst andere Akzente zu setzen.

Wer sich an diesen Rat von Paulus hält, der wird nicht nur viele unterschiedliche Menschen kennenlernen. Er wird gesegnet werden, also Gutes durch seine Gäste erfahren.

Ich kann das nur bestätigen. Meine Frau und ich haben es diesem älteren Ehepaar nachgemacht, und haben reichlich profitiert von der Begegnung mit unseren Gästen.

Ich freue mich auf die Zeit, wenn die Kontaktbeschränkungen aufgehoben und gelebte Gastfreundschaft wieder möglich sein wird.



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