/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Niemand ist eine Insel

Markus Baum über 1. Mose 2,18.

Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei.

1. Mose 2,18

Der britische Denker und Dichter John Donne hat vor ziemlich genau 500 Jahren behauptet: „Niemand ist eine Insel, niemand ist ganz für sich. Jeder Mensch ist Teil eines Kontinents, Teil des Festlandes.“ 

Niemand ist eine Insel. Will heißen: Kein Mensch kommt ganz auf sich allein gestellt zurecht im Leben. Wir Menschen sind Gemeinschaftswesen, sind es schon immer gewesen, von Anfang an. Gott hat uns Menschen im Plural geschaffen – und in zwei verschiedenen Ausführungen, aufeinander angelegt und angewiesen.

„Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei“ – der Satz findet sich bereits auf den ersten Seiten der Bibel, und das ist nicht nur ein fürsorglicher Gedanke Gottes im Hinblick auf seine Lieblingsgeschöpfe. Sondern das ist auch ein Hinweis, wie menschliches Leben gelingen kann. Nämlich in Gemeinschaft. Und das bedeutet im einfachsten Fall: Zweierschaft. Ein Mann, eine Frau. Es muss noch nicht einmal von vornherein Liebe im Spiel sein: In zahlreichen Kulturen dieser Welt ist die Ehe zunächst einmal ein Zweckbündnis, oft vermittelt oder arrangiert. Trotzdem finden erstaunlich viele Menschen in so einer Verbindung ihr Glück. Und selbst, wenn Beziehungen scheitern, probieren es die meisten erneut.

Gott garantiert nicht dafür, dass der Bund fürs Leben auch wirklich ein Leben lang hält, aber er ist der Inbegriff all dessen, was einer Gemeinschaft Bestand verleiht: Treue, Zuverlässigkeit, Fürsorge. Und wo Menschen ausfallen, bietet sich Gott als Gegenüber und Ansprechpartner an.



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