/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Wie? Bitte?

Steffen Brack über 2. Korinther 5,20.

So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!

2. Korinther 5,20

„Mama! Ich will Eis!“ So schreit der dreijährige Paul - quer über den ganzen Spielplatz. Die Mama verdreht ihre Augen. „Wie heißt das, Paul?“ „Was Mama? Eis?“ „Nein, ich meine das Wort, das Du vergessen hast.“

„Bitte“ heißt das gesuchte Wörtchen. Und vielen Menschen kommt das offenbar nur schwer über die Lippen. Dabei ist es so hilfreich. „Bitte!“ Das ist viel mehr als eine Höflichkeitsfloskel. Wer andere um etwas bittet, der tritt nicht als Befehlshaber auf. Sondern begegnet seinen Mitmenschen auf Augenhöhe. Und gewährt seinem Gegenüber die Entscheidungsfreiheit, wie er oder sie auf die Bitte eingehen will.

Deshalb bin ich auch so erstaunt, dass Gott es mit uns ganz genau so macht. Paulus, einer der ersten christlichen Theologen, beschreibt das so: „Als Botschafter von Jesus Christus fordern wir euch im Namen Gottes auf: Lasst euch mit Gott versöhnen! Wir bitten euch darum im Auftrag von Jesus Christus.“ Wir bitten euch - im Auftrag Gottes! Das bedeutet ja: Gott bittet uns – durch seine menschlichen Boten. Gott könnte doch einfach anordnen, befehlen. Ja, vermutlich könnte er das. Aber offensichtlich will er nicht.

Stattdessen bittet Gott: Lasst euch versöhnen – mit mir. Lasst mich eure Schuld vergeben. Lasst euch beschenken – mit einem neuen Leben. So unfassbar sich das auch anhört: Gott will uns auf Augenhöhe begegnen. Er will Ihnen und mir die volle Freiheit lassen, ob wir sein konkurrenzloses Angebot annehmen. Und deshalb bittet Gott - Sie und mich persönlich: Lass dich versöhnen – mit Gott!



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