/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Gott hört immer und vergisst nie

Tobias Schier über 1. Samuel 1,11.

HERR Zebaoth, wirst du das Elend deiner Magd ansehen und an mich gedenken und deiner Magd nicht vergessen und wirst du deiner Magd einen Sohn geben, so will ich ihn dem HERRN geben sein Leben lang, und kein Schermesser soll auf sein Haupt kommen.

1. Samuel 1,11

Ein Ehepaar wünscht sich nichts sehnlicher als ein Kind, doch die Frau kann nicht schwanger werden. Das ist ein Thema, dass niemanden kalt lässt. Es ist ein emotionales, sensibles Thema. Es kannauch Auswirkungen auf den Selbstwert der Frau und auf ihre Beziehung zu ihrem Lebenspartner haben. Manche Menschen finden es überraschend, dass so ein Thema auch in der Bibel angesprochen wird. Vor allem im alten Testament tauchen immer wieder Frauen auf, von denen ich genau das lese. Eine von ihnen ist Hannah. Seit Jahren betet sie dafür, dass sie ein Kind bekommt. Damit nicht genug, eine andere Frau macht sich deswegen regelmäßig lustig über sie.

In ihrer Not betet Hannah zu Gott. Sie betet nicht einmal, nicht zweimal, sondern jahrelang voller Verzweiflung. Ich lese davon im 1. Buch Samuel: »Herr, du Herrscher der Welt, sieh doch meine Schande und hilf mir! Vergiss mich nicht und schenk mir einen Sohn!« Der Priester Eli bekommt es mit und sagt ihr: Gott hat dein Gebet gehört. Und was passiert ein Jahr später? Richtig: Hannah wird Mutter.

Die Geschichten gehen nicht immer so gut aus, und trotzdem hört Gott unser Gebet. Denn wenn Hannah Gott fragt „Hast du mich vergessen?“, lautet die Antwort in jedem Fall: Nein, er hat dich nicht vergessen. Gott möchte dir in deinen Fragen und Leiden begegnen. Manchmal mit einer Gebetserhörung, manchmal allein durch seine spürbare, tröstende Gegenwart.

Er sieht mich und ist mir nah. Er vergisst mich nicht. Niemals.



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