/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Tausche Gnade gegen Gnade

Hans Wagner über Johannes 1,16.

Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.

Johannes 1,16

Wir haben zwei gebuchte Urlaube. Sie sollen beide in der zweiten Jahreshälfte stattfinden. Ob dem dann so sein wird, können wir jetzt noch nicht beantworten. Aber ich freue mich schon mal darauf. Mir tut diese Perspektive immer wieder gut: Das im Blick zu behalten, was mich positiv stimmt. Urlaub, Reisen, neue Eindrücke - ich liebe es. Und wenn wir es doch absagen müssen? Planen wir eben neu! So versuche ich mit allen Situationen im Moment umzugehen: Ich schaue auf das Positive und justiere bei Bedarf nach. Meine Blickrichtung hat große Auswirkungen auf mein Leben. Manchmal muss ich dazu auch zurückschauen.

Als der Evangelist Johannes im Neuen Testament begann, die Geschichte von Jesus Christus aufzuschreiben, stellte er für sich und alle Beteiligten rückblickend fest: "Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade." Jeder wurde beschenkt, schreibt er, ganz individuell. Gnade um Gnade. Wörtlich ist hier sogar von einem Tausch die Rede: Gnade gegen Gnade.

Was kann das für mich heißen: Ich kann mein Leben täglich bewusst als Geschenk von Jesus verstehen – egal, wie es gerade aussieht. Damit spiegle ich nicht nur ihm, sondern auch meinem ganzen Umfeld etwas von seiner Gnade wider. Vielleicht mache ich Menschen neugierig auf Jesus. Gnade gegen Gnade.

Ich lebe gerne so. Der Blick zurück auf die Momente, in denen Jesus mich gnädig beschenkt hat, lässt mich vor allem dankbar sein. Wie gesagt: Unsere Blickrichtung hat große Auswirkungen auf unser Leben.



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Kommentare

Von Karl L. am .

Lieber Herr Wagner,
Danke für Ihre ermutigenden Worte! Lassen Sie sich Ihre Freude nicht vermiesen, denn Jesus sagt in Joh. 14,19: "Ich lebe und ihr sollt auch leben!"
und ausgerechnet im Buch Jeremia hören wir:
"Es soll meine Freude sein, Ihnen Gutes zu tun."

Von Peter K. am .

Lieber Herr Wagner,
nun kennen wir schon länger Ihre Liebe für Reisen und neue Eindrücke. Die seien Ihnen gegönnt. Ob aber gerade dieser Einstieg in der für viele auch existentiell bedrohlichen Corona-Zeit der passende für die Gnade Gottes ist, wage ich zu bezweifeln. Als Gnade empfinden jetzt vielleicht viele, wie Geist und Liebe Gottes allen Hilfsbedürftigen durch uns Gesunde zu Hilfe kommen können.
Einen gnädigen Gott wünsche ich uns allen.
In Zuversicht
Peter K.


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