/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Haltung bewahren

Wolf-Dieter Kretschmer über 2. Korinther 6,4.10.

In allem erweisen wir uns als Diener Gottes: als die Traurigen, aber allezeit fröhlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; als die nichts haben und doch alles haben.

2. Korinther 6,4.10

Haltung bewahren, koste es, was es wolle. Möglichst immer freundlich und verbindlich, aber nie verletzlich oder schwach sein. Nach dieser Devise leben und handeln manche Kreise. Das bekannteste Beispiel dieser Einstellung sind die Vertreter der britischen Monarchie. Wussten Sie, dass es in der englischen Sprache sogar einen Begriff dafür gibt, die „stiff upper lip“, die steife Oberlippe?

Auch für den Apostel Paulus geht es darum, Haltung zu bewahren, allerdings in einer völlig anderen Art und Weise. In seinem zweiten Brief an die Christen der griechischen Hafenstadt Korinth schreibt er folgende Gedanken.

In allem erweisen wir uns als Diener Gottes: als die Traurigen, aber allezeit fröhlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; als die nichts haben und doch alles haben. (2. Korinther 6,4.10)

Paulus redet nicht von „Augen zu und durch“ und auch nicht von „bloß keine Schwäche zeigen“. Er bezieht sich auf eine Einstellung, die einem veränderten Herz entspringt. Er möchte seinen Lesern etwas deutlich machen.

Als Diener von Jesus Christus habe ich mich dazu entschieden, so zu leben, sagt Paulus. Auch wenn mich die Umstände traurig machen, bleibe ich ein fröhlicher Mensch. Selbst wenn es so aussieht, als sei ich arm, bin ich in Wirklichkeit reich beschenkt von meinem Herrn. Deshalb kann man den Eindruck haben, ich sei ein Habenichts. Tatsächlich habe ich alles, was ich brauche. Und noch viel mehr! 



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