/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Schlechte Zeiten

Wolf-Dieter Kretschmer über Jesaja 26,13.

Bibelvers

HERR, unser Gott, es herrschen wohl andere Herren über uns als du, aber wir gedenken doch allein deiner und deines Namens.

Jesaja 26,13

Manchmal sieht es nicht gut aus. Vor mir bauen sich bedrohliche Realitäten auf, denen ich nicht ausweichen kann. Mir bleibt nichts anderes übrig, als mich irgendwie mit der Situation zu arrangieren.

Ich kann mir vorstellen, die Gemeinde in Israel Ähnliches vor Augen hatte, als sie diese Worte betete, die im Buch Jesaja überliefert sind:

„HERR, unser Gott, es herrschen wohl andere Herren über uns als du, aber wir gedenken doch allein deiner und deines Namens“, Jesaja 26,13.

Worum geht es? Im Buch Jesaja wird eine Situation beschrieben, die wenige Jahre später bittere Realität wurde. Das Volk Gottes war besiegt und nach Babylonien verschleppt worden. Andere gaben jetzt den Ton an und herrschten zum Teil mit eiserner Faust.

In dieser Situation blieb keine andere Option, als Geduld zu üben und sich auf die Verheißungen Gottes zu besinnen.

Die Verschleppten haben das seinerzeit getan. Sie haben sich trotz ihrer notvollen Lage auf den besonnen, von dem sie Hilfe erwarten konnten, den allmächtigen Gott. Den, der ihnen in der Vergangenheit bei zahllosen anderen Gelegenheiten geholfen hatte.

Was Jesaja seinen Leuten sagte, kann ich für mich in Anspruch nehmen. Auch wenn meine Umstände so sind, dass ich mich gezwungenermaßen arrangieren muss, kann ich im Gebet festhalten an Gottes Verheißungen. Ich kann auf ihn schauen, von dem alles Gute kommt. Und ich kann damit rechnen, dass er die Kontrolle behält.



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Kommentare

Von Walter H. am .

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