/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Achtung: Filterblase!

Hans Wagner über Hebräer 6,12.

Bibelvers

Tut es denen gleich, die durch Glauben und Geduld die Verheißungen erben.

Hebräer 6,12

„Sie haben das gekauft. Andere, die das gekauft haben, haben sich noch für folgende Produkte entschieden!“ Ein klassischer Satz beim Online-Shopping. Was dabei entstehen kann, bezeichnet man mit dem neuen Wort "Filterblase". Der Begriff ist vor allem auch im Social-Media Bereich zu finden. In Bruchteilen von Sekunden hat der Computer unsere Interessen und unsere Themen analysiert und spiegelt sie uns in anderen Produkten oder Inhalten wider. Die Gefahr: Wir bewegen uns in einem uns zwar sehr vertrauten, aber doch auch sehr eingeschränktem Umfeld – so, als wären wir in einer Blase gefangen. Und sind dadurch auch leichter manipulierbar.

Ein solches Phänomen gibt es aber nicht nur im Computerbereich, sondern auch im täglichen Leben. Sag mir, mit wem du Umgang hast, und ich sage dir, wie es dich verändern wird. Da war ein Typ, der konnte alles nur negativ sehen und wurde auch noch böse dabei. Ich habe schließlich den Kontakt deutlich zurückgefahren, habe quasi diese Blase verlassen. Stattdessen suche ich lieber die Nähe und Gemeinschaft zu Menschen, die das Leben bejahen - gerade jetzt! Das ist für mich der bessere Weg. Wenn schon filtern, dann das Gute, das Positive sammeln. Nicht in dem baden, was mich verbittert und runterzieht. Und ich stelle fest: damit stehe ich in einer langen Tradition. Schon der Verfasser des Hebräerbriefes in der Bibel hat vor knapp 2.000 Jahren empfohlen:

Nehmt euch ein Beispiel an denen, die Vertrauen und Ausdauer bewahrt und darum empfangen haben, was Gott versprochen hat.  



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Kommentare

Von Veronika am .

Guter Gedanke, Herr Wagner, aber das Leben erweist sich oft als anstrengender. Sich einfach entziehen geht zum Beispiel nicht, wenn man im Laufe seiner Ehe feststellt, dass der Partner sich genau zu solch einem "Negativisten" entwickelt. Sich einfach aus der Ehe verabschieden, ist verantwortungslos. Als Christ auch etwas kurz gesprungen oder?

Von Josef K. am .

Danke Herr Wagner!
Wiederum sagte Apostel Paulus "prüft alles und das gute behaltet..." das Gute ist das Wahrhaftige und das ist nicht nur noch positiv.
Beispiel Aufklärung über die verlogene, politische Lügen Propaganda.
sich grundsätzlich allem negativen abzuschotten ist wahrscheinlich für kranke Depressive wichtig. Aber doch nicht für Gesunde. Oder!?

Von Tomas am .

Frage: Was ist mit psychisch gestörten, eventuell sozialen Problemfällen, die unter Umständen auch aggressiv auftreten oder stark depressiv sind? Gerade in dieser schweren Zeit leiden sie doppelt, erstens an ihrer Seele, zweitens an der allgemeinen Unsicherheit, befinden sich in gleicher Gefahr für ihre Gesundheit, die sie noch schwerer ertragen als die Ausgeglichenen. Dabei brauchen sie die Hilfe mehr als sie. Ich weiß, es gibt dafür keine Lösung, keine einfache Antwort, weil wir nicht Jesus sind.


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