/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Es ist genug für alle da

Markus Baum über Matthäus 6,41f.

Bibelvers

Jesus nahm die fünf Brote und zwei Fische und sah auf zum Himmel, dankte und brach die Brote und gab sie den Jüngern, dass sie sie ihnen austeilten, und die zwei Fische teilte er unter sie alle. Und sie aßen alle und wurden satt.

Markus 6,41-42

Die sprichwörtliche Speisung der Fünftausend - das ist eins der spektakulärsten Wunder, das von Jesus berichtet wird. Es haben ja offensichtlich auch genug Leute mitbekommen - zu den gezählten fünftausend Männern kann man locker nochmal dieselbe Anzahl an Frauen und Kindern addieren, und die werden ihr Lebtag nicht vergessen haben, was ihnen da in einer Naturarena oberhalb der nordwestlichen Ecke des Sees Genezareth passiert ist. Das hat gehörig zur Populariät des Mannes aus Nazareth, des Wanderpredigers Jesus beigetragen. Kein Wunder, dass von all seinen Zeichenhandlungen und machtvollen Taten gerade dieses eine in allen vier Evangelien im Neuen Testament überliefert ist. 

Ich habe keine Ahnung, wie Jesus das genau angestellt hat mit den fünf Broten und zwei Fischen, mehr war ja nicht im Picknickkorb. Aber ich finde interessant: Aufs Tischgebet hat er nicht verzichtet. "Er blickte zum Himmel auf und dankte Gott dafür" - und dann bricht er das Brot und den Fisch und gibt es weiter und lässt seine Jünger es austeilen, und am Ende heißt es: "Alle wurden satt" (Markus 6,41-42).  Damit hat Jesus offensichtlich fest gerechnet, sonst hätte er nicht schon vorher gedankt, sondern erstmal Sturm geklingelt bei Gott, seinem Vater. Von wegen: Wie soll das reichen? Aber nein: Er blickte auf zum Himmel und dankte. - Das ist eine der vielen Lektionen dieser Episode aus dem Leben Jesu: Erstmal Gott, dem Geber aller guten Gaben, danken. Das ist nie verkehrt, das ist immer sinnvoll, und schon das allein kann etwas bewirken.



Ihr Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.

Kommentare

Von Ingelore B. am .

Einige Jahre haben wir in unseren Gemeinderäumen „Mittagessen für Alle“ angeboten. Manchmal kamen eine ganze Anzahl mehr Gäste, als wir gerechnet hatten (meistens kamen Stammgäste, so konnten wir in etwa planen). Wenn wir dann nach etwa Dreiviertel der Ausgabe merkten, dass es knapp wird mit dem Essen, haben wir dafür gebetet, dass Gott schenkt, dass das Essen für alle Gäste reicht. Und es hat immer gereicht! So wurden wir immer wieder von IHM beschenkt.


Das könnte Sie auch interessieren