/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Ein Experiment

Ulrike Schild über Epheser 6,18.

Bibelvers

Betet allezeit mit allem Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit und Flehen für alle Heiligen.

Epheser 6,18

Manche haben es mit dem Beten nicht so. Andere möchten das Beten so rasch wie das Zähneputzen schnell hinter sich bringen. In unsere moderne, hektische Zeit passt das Gebet einfach nicht so gut rein. Denn dazu bräuchte man Raum zur Stille. Doch auch, wenn Leerlauf ist, fällt das Beten vielen Menschen schwer. Beten – ein mühsames Geschäft?

Ich persönlich weiß auch, dass ich vom idealen Beten noch weit entfernt bin. Ich weiß genau, da gibt es noch mehr. Noch mehr als meine Bittgebete, die ich zum Himmel schicke. Oder die Dankgebete an Gott oder auch die angstvollen Gebete, die notvollen Gebete. Das darf alles sein und dazu werden wir auch ausdrücklich herausgefordert. Ich ahne jedoch etwas von der noch größeren Macht des Gebets. Davon, dass mein Gebet noch viel intensiver sein könnte.

Im Epheserbrief steht: „Betet allezeit mit allem Bitten und Flehen im Geist.“ Das bedeutet für mich, Gott zu fragen: Was denkst du, was soll ich beten, was wäre in deinem Sinne? Keine Frage: Wir dürfen frei und unbefangen sein im Gebet, uns jedoch auch einfangen lassen vom Geist Gottes. Er führt uns auf die richtige Fährte. Er eröffnet uns einen Raum, der noch viel größer ist als unser Gebetsraum. Er gibt uns neue Worte des Gebetes in den Mund.

Wäre das nicht mal ein gutes Experiment, Stille zu sein vor Gott, um durch den Heiligen Geist wahrzunehmen, wie mein Gebet aussehen könnte? Dann wäre das Gebet nicht nur eine anstrengende Disziplin, sondern eine tiefe Herzensangelegenheit, die mich auf ganz neue Weise, absolut erfüllt und überrascht.   



Ihr Kommentar

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Kommentare

Von Brigitte S. am .

Ihr kommentatoren, teile der antworten finde ich unangebracht, hört sich ja schon beinahe an, wie in den " soz. Medien". Mich hat das traurig gestimmt.

Von Petra am .

So negativ war es nicht gemeint, im Gegenteil.

Von Dieter B. am .

Ich möchte mich für Ihren Hinweis bedanken, dass es noch mehr gibt wie Bittgebete, Dankgebete oder Gebete in der Not. Vielleicht darf ich in brüderlicher Kritik Frau Petra daraufhinweisen, dass Frau Schild erwähnt, dass sie weiß, dass sie noch weit vom idealen Beten entfernt ist. Das ist doch eine persönliche Aussage hinter der eine selbstgemachte Erfahrung steht. Oder irre ich mich?
Ergänzen darf ich den Kommentar mit der Aussage von Herrn Dr. Eckstein: "Gott will, wenn wir zu ihm beten, mehr

Von Herbert E. am .

Danke für diese ehrlichen, offenen Worte und den kreativen Vorschlag.

Von Erich H. am .

Liebe Frau Schild, danke für ihre Auslegung mit ihren erfrischenden ehrlichen Gedanken. Hat mich so angesprochen, dass ich mir nach dem Lesen die Andacht sogar noch einmal direkt angehört habe (kommt bei mir selten vor). Bleiben Sie bewahrt und behütet.

Von Beate H. am .

Liebe Ulrike, dein Anstoß ging direkt in mein Herz. Du hast volkommen recht und danke für diese Inspiration.
Es ist einfach unglaublich frech, was Petra vor mir schrieb.

Von Petra am .

Wie wäre es wenn du das Experiment selbst praktizierst, anstatt es nur
für 'Leser" vorzuschlagen? - Ist es nicht so als würde man sagen, ich habe mal gelesen wie es ist ein Eis zu essen?


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