/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Wo bist Du?

Ulrike Schild über 1. Mose 3,8.

Bibelvers

Und sie hörten Gott den HERRN, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes des HERRN zwischen den Bäumen im Garten.

1. Mose 3,8

Sünde und Schuld, wer hört davon schon gerne was? Doch Achtung, mal ehrlich: Wir alle wissen doch irgendwie tief in uns, was gemeint ist. Wenn jemand einen anderen  Menschen finanziell übers Ohr gehauen hat; wenn wir andere angelogen oder verraten haben, sie übervorteilt oder verletzt haben. Schlecht über andere geredet haben. Andere getötet haben durch Worte oder in der Tat. Die Aufzählung würde kein Ende nehmen.

Da regt sich etwas in uns, denn wir sind von Gott ausgestattet mit einem Gewissen. Fakt ist, sollte so ein negatives Verhalten ans Licht kommen, ist es vorbei mit dem Vertrauen. Da bleibt einem nur noch der Rückzug. Kein Kontakt mehr auf guter Ebene möglich. Oder es muss mühsam wieder erworben werden. In der Bibel steht das mit der Sünde in einem größeren Zusammenhang. Dort macht sich Sünde nicht nur an einzelnen Taten fest.

Auch, aber noch einschneidender ist, dass die Sünde die zerstörte Beziehung des Menschen zu Gott meint. Siehe Adam und Eva. Als sie gegen Gottes Gebot verstoßen haben, spüren sie, dass es da zu einem Bruch gekommen ist. Da heißt es: „Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes des Herrn.“ Sie wollen, sie können Gott nicht mehr ins Gesicht schauen.

Diese Trennung des Menschen von Gott hat Auswirkungen. Da brauchen wir uns nur in der Welt umzuschauen. Doch Gott macht sich schon früh auf die Suche nach seinen Menschen. Und er tut das bis heute. Sein Ziel ist es, die Freundschaft, das Vertrauen zu  uns wieder zu erneuern. Deshalb ruft er nach den Menschen: „Wo bist du?“ Dieser Ruf meint jeden Tag aufs Neue Sie und mich. Wo bist du? Wohin bist du unterwegs? Weg von Gott oder hin zu Gott? Das Gott uns ruft, ist unsere große Chance. Lassen wir uns von Gott in seine Gemeinschaft zurück rufen. Denn: Gott nahe zu sein ist unser Glück. 


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