/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Eine böse Macht

Steffen Brack über 1 Mose 4,7

Bibelvers

Ist's nicht so: Wenn du fromm bist, so kannst du frei den Blick erheben. Bist du aber nicht fromm, so lauert die Sünde vor der Tür, und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche über sie.

1. Mose 4,7

Die Katze unseres Nachbarn ist ein herrliches Tier. Ein großer Kater, schwarz weiß gescheckt. Er kommt fast jeden Tag und hält ein Mittagsschläfchen auf unserem Sofa. Doch dieser Schmusekater kann auch ganz anders. Wenn er sein Revier in der Nachbarschaft durchstreift, sucht er gezielt die Mäuselöcher auf. Dort kauert er sich dicht auf den Boden, spannt die Muskeln seines kräftigen Körpers an - und lauert auf seine Beute. Und sobald sie auftaucht, schießt er nach vorne. Die Maus hat normalerweise keine Chance. Der Kater ist eben auch ein echtes Raubtier.

 

Vor einem Räuber ganz anderer Art warnt Gott. Und zwar jeden von uns. „Wenn du Gutes im Sinn hast, kannst du doch jedem offen ins Gesicht sehen. Wenn du jedoch Böses planst, dann lauert die Sünde schon vor deiner Tür. Sie will dich zu Fall bringen, du aber beherrsche sie!“ Diese Worte richtet Gott zuerst an Kain. Den Sohn Adams und Evas. Gott sieht ihm an, wie die Wut in ihm kocht. Starr und finster blickt er zu Boden. Gott hat das Opfer seines Bruders Abel angenommen. Seines aber nicht. Die Sünde ist eine reale Bedrohung für uns. Eine böse Macht. Wie ein Raubtier lauert sie vor unser Tür. Sie will uns verführen, Böses zu tun. Was anderen schadet, sie verletzt, ihr Leben zerstört. Lassen wir uns hinreißen, schadet das auch uns selbst. Und sie ist am Ziel, die Sünde. Jene böse Macht. „Lass Dich nicht ein auf diese böse Macht!“, sagt Gott, „weise ihr die Tür. Herrsche über sie.“



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