/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Kopf unter der Decke

Andreas Odrich über 2. Korinther 3,17

Wie wäre es mit einem kleinen Experiment zum Jahreswechsel? Ich stülpe mir einfach mal eine Decke über den Kopf. Hm, ziemlich duster. Viel sehe ich nicht, vielleicht noch mit einigem guten Willen eine Hand vor Augen. Ansonsten ist es muffig, die Luft steht.

Runter mit der Decke. Aufatmen. Endlich wieder einen freien Blick haben und nach vorne schauen. Es erklärt sich von selbst, dass diese die wesentlich angenehmere Haltung ist.

Verrückt. Dieses Bild verwendet auch der Apostel Paulus. Die Leute mit der Decke über dem Kopf sind diejenigen, die vom Glauben ganz viel theoretisch wissen, und sich sogar an alle Gesetze Gottes klammern, aber vergessen, zu leben. Auch sie werden letztlich in Luftnot geraten.

"Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit", meint Paulus und empfiehlt, sich die Decke vom Kopf zu reißen und endlich befreit durchzuatmen und zu leben - beflügelt vom Heiligen Geist. Und von Jesus Christus, der Freiheit schenkt. Nicht, dass ich dabei Gottes gute Gebote außer acht lassen soll, aber ich verharre nicht verbittert in mir selbst. Ich weite vielmehr meinen Horizont, beginne, zu leben und gehe nach vorne, lasse mich von Gott tragen und befähigen und gehe nunmehr befreit und bestärkt ins neue Jahr hinüber.

 



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